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am 15. Mai

War's das mit den Bienen oder können wir sie noch retten?

Radha Kamath-Petters - Die Gesamtmasse an Insekten ist um ca. 2/3 zurückgegangen. Können wir Bienen, Schmetterlinge & Co noch retten?

Innerhalb der letzten 2 Jahrzehnte ist die Gesamtmasse der Insekten um etwa 2/3 zurückgegangen. 

Eine erschreckende Entwicklung, die große Auswirkungen auf die gesamte Tier- und Pflanzenwelt und damit auch auf uns Menschen hat!

Dank unserem Gemeinderat Andreas Straka, verzichtet die Gemeinde Stockerau mittlerweile auf die Verwendung von Glyphosat (Roundup) zur Unkrautbekämpfung. Die umliegende Landwirtschaft und manche Garten- und BalkonpflanzenbesitzerInnen verwenden jedoch noch immer schädliche Pestizide, die ganze Bienenvölker, die Artenvielfalt und das Grundwasser stärker gefährden, als weitläufig bekannt. Als Hobbygärtner bzw. Hobbygärtnerin ist man sich vielleicht nicht immer sicher, welche Mittel am besten für die Pflanzen sind.

Näheres zum Nachlesen über chemische Substanzen und ihre Auswirkungen auf Bienen: Bienensterben durch Pestizide​.

Damit wir alle einen Beitrag für den Umweltschutz in direkter Umgebung leisten können...

...6 Tipps und Tricks - einfach und leicht für Garten und Balkon


  • Heimisches Saatgut und lokale Pflanzen, am besten aus Bio-Aufzucht, auswählen​Erhältlich in unseren lokalen Gärtnereien. Warum ist das wichtig? Für billige Pflanzen von Baumärkten, Gartencenter und Supermärkten werden meist Pestizide verwendet. Hochgezüchtete Sorten werden dort oft als billiges Saatgut angeboten. Diese sogenannten Hybrid- oder F1-Saaten können sich nicht in gleicher Qualität wie hochwertiges Saatgut von alten Obst- und Gemüsesorten vermehren. „Alte“ Gemüsesorten sterben aus, die Artenvielfalt schwindet.
  • Komposterde oder andere torffreie Erde verwenden. Warum? Für Blumenerde mit Torfanteil werden Moore trockengelegt. Dadurch wird der Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere zerstört. Gleichzeitig wird durch die Freisetzung des gespeicherten CO2 beim Torfabbau das Klima zerstört. 
  • Mut zur Natürlichkeit! Heimische Sträucher, Wildblumenwiesen, Laubreste, Ast- und Komposthaufen bieten Bienen, anderen Insekten, Vögeln und kleinen Säugetieren Unterschlupf und Futter. Warum? Sauber gemähter Rasen, akribisch gestutzte Hecken und zu „ordentliche“ Beete bieten Tieren keinen Lebensraum und begünstigen den Insekten-,Voge l- und Igelschwund.
  • Natürlichen Dünger einsetzenZum Beispiel: Kompost, Mist, Gesteinsmehl, Kräuterextrakte. Warum? Kunstdünger versorgen Pflanzen kurzfristig mit Nährstoffen, verbessern aber den Boden nicht. Sie werden schnell ausgewaschen und gelangen ins Grundwasser. Behandelte Pflanzen sind oft anfällig für Krankheiten und Schädlinge.
  • Ökologischer Pflanzenschutz für Garten und Balkon. Am besten Finger weg von Unkrautvernichtern und Schneckenkorn! Warum? Sie enthalten umweltschädliche, ungesunde und unnötige Inhaltsstoffe und schädigen die Böden, außerdem können Rückstände in den Früchten der Pflanzen zurückbleiben.
  • Gesunde Grillabende, durch nachhaltige Grillkohle, chemiefreie Anzünder und durch Bio-Lebensmittel. Warum? Verzichten wir auf giftige Grillanzünder, Kohle aus Regenwald-Abholzung und Billigfleisch, tragen wir dazu bei, unsere Umwelt und unsere Gesundheit zu schützen.

ALLE TIPPS WIRKEN SICH sichtbar POSITIV AUF DIE DIREKTE UMGEBUNG AUS! 

Schmetterlinge, Regenwürmer, Bienen, Vögel, Igel und all die anderen wichtigen Nützlinge werden es uns danken – mit einer lebenswerten und artenreichen Natur und mit gesundem Obst und Gemüse aus eigenem Anbau!

Natürliche Gartenpflege hilft Nützlingen, schont die Gesundheit und erfreut das Auge.